Wie funktionieren Besichtigungstermine für Wohnungen?

Besichtigungstermine: Worauf müssen Vermieter achten?

Besichtigungstermine: Worauf müssen Vermieter achten? Quelle: Shutterstock, Fotograf ikeriderlondon

Wie funktionieren Besichtigungstermine für Wohnungen?

Im Internet finden sich zahlreiche Tipps für Mieter, die auf der Suche nach einer Wohnung sind. Doch wer kümmert sich eigentlich um die Anliegen der Vermieter? Nicht nur Mieter, sondern auch die Eigentümer der Mietobjekte, sollten im Rahmen des Besichtigungstermins auf einige wichtige Punkte achten, um sich spätere böse Überraschungen zu ersparen. Doch wie kann man schon beim Besichtigungstermin potentiell gute, freundlich und zahlungswillige Vermieter von unzuverlässigen und vielleicht sogar potentiellen Mietnomaden und Querulanten unterscheiden?

Besichtigungstermine: Fühlen Sie den potentiellen Mietern auf den Zahn

Natürlich gibt sich ein jeder potentielle Mieter im Rahmen der Besichtigungstermine generell als zuverlässig, freundlich und loyal, denn er hat ja nur ein Ziel: Er möchte sich bestenfalls schon während der Besichtigungstermine von seinen Mitbewerbern abgrenzen und bei Gefallen und Interesse für das Mietobjekt den begehrten Zuschlag bestenfalls sofort erhalten. Auch wenn es beinah schier unmöglich ist, in meist nicht länger als 5 Minuten, einen umfassenderen Eindruck von dem Mietinteressent zu erhalten, so gibt es doch einige Mittel, derer sich der Vermieter bedienen kann, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bonitätsnachweise sind ein absolutes Muss

Die Bonitätsnachweise haben einen sehr hohen Stellenwert und sollten vom Vermieter immer angefragt werden, bevor ein Mietvertrag unterzeichnet wird. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass jeder Bürger das Recht hat, einmal im Jahr eine kostenlose Auskunft bei der Schufa zu beantragen. Ist die Nachfrage groß, empfiehlt es sich für Vermieter, die Vorlage eines derartigen Nachweises verpflichtend für das Zustandekommen eines Mietvertrages zu verlangen. Alternativ zur klassischen Schufa-Auskunft können auch Nachweise der jeweiligen Hausbanken angefordert werden. Sofern die Einverständniserklärung des Mietinteressenten vorliegt, kann der Vermieter diese Auskünfte sogar eigenständig vor der Vertragsunterzeichnung anfordern. Attestiert die Hausbank dem Interessenten eine positive Bonität, so bedeutet dies per definitionem, dass das Konto mindestens 3 Monate im vergangenen letzten Jahr im Haben-Bereich geführt wurde und der ggf. vereinbarte Rahmen für ein Dispositionskredit nicht mehr als maximal zweimal innerhalb dieser Zeit überzogen worden ist.

Infos aus „zweiter Hand“ gelten als sehr zuverlässig

Damit man bei der Auswahl des neuen Mieters als Vermieter auch tatsächlich auf den richtigen Bewerber setzt, ist es wichtig, diesen in jedem Fall persönlich kennenzulernen. Wohnungsgesellschaften erledigen diesen Part durch professionell angestellte Makler. Doch auch diese haben wohl kaum ausreichend Möglichkeiten, die Interessenten auch auf persönlicher Ebene adäquat einzuschätzen, um sämtliches Risiko für den Vermieter auszuschließen. Besichtigungstermine sollten auch niemals von unerfahrenen Studenten oder Aushilfen durchgeführt werden. Einige Anbieter versuchen solche Services aktuell an den Mann zu bringen, da ihnen qualifizierte Makler oder Branchenkenner zu teuer sind.

Wer privat vermietet, kann sich einiger Tricks bedienen, um ein möglichst umfassendes und vor allem objektives Bild von dem Interessenten zu erhalten. Als besonders effektiv erweist es sich in diesem Zusammenhang, von dem Interessenten das Einverständnis dafür einzuholen, mit dem jeweiligen Vor-Vorvermieter bzw. den Vor-Vorvermietern in Kontakt treten zu dürfen. Während man bei dem direkten Vorvermieter bzw. Noch-Vermieter der Gefahr läuft, ggf. nicht ganz neutrale und objektiv verwertbare Informationen zu erhalten, weil dieser ja vielleicht sogar froh und daran interessiert ist, den Mieter loszuwerden, gelten vorherige Vermieter aus früherer Zeit als eine sehr zuverlässige Quelle, wenn es darum geht, den Mieter objektiv und verlässlich einzuschätzen. Mieter, die ein gutes Verhältnis mit ihren Vorvermietern geführt haben, werden gegen dieses Vorgehen wohl kaum etwas einzuwenden haben. Ggf. ist auch ein Kontakt mit der alten Nachbarschaft möglich, um auszuschließen, dass man sich einen Querulanten in die eigenen vier Wände holt.

Während des Besichtigungstermins möglichst viel erfahren

Die Zeiten während der Besichtigstermine sind eine Chance, um möglichst viel über die zukünftigen Mieter zu erfahren. Natürlich zählt für den Vermieter der optische, gepflegte Eindruck – in einem persönlichen Gespräch lässt sich aber viel über die Einstellungen und die Gewohnheiten des potentiellen neuen Mieters in Erfahrung bringen. Um derartige Gespräche überhaupt führen zu können, nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl eines neuen Mieters: Laden Sie nur wenige Mieter pro Besichtigungstermin ein; ggf. können Sie schon vorher eine Vorauswahl durch zum Beispiel telefonische Gespräche treffen. Ideal sind Einzeltermine, die natürlich zeitlich nicht immer realisierbar sind.

Das deutsche Vermieterportal hilft Ihnen bei der Vorauswahl

Damit die Besichtigungstermine bei Ihnen noch einfach und effizienter ablaufen, können Sie eine Vorauswahl passender Mieter mit dem deutschen Vermieterportal devepo treffen. Einmal inseriert, erscheint Ihr Objekt auf bis zu 25 Portalen. Alle Anfragen sehen sie als umfassende Bewerberprofile. Sie laden dann einfach ein, wer zu Ihnen passt.

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